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Schöpfungstag 2014 in Gießen / Landesgartenschau

Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag auf der Landesgartenschau in Gießen. Eine Bildergalerie öffnet sich durch Klick auf das Bild.
Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag auf der Landesgartenschau in Gießen. Eine Bildergalerie öffnet sich durch Klick auf das Bild.
Gießen, 5.9.2014: Rund 200 Menschen waren zum Schöpfungsgottesdienst an der "Lichtkirche" auf dem Kirchengelände auf der Landesgartenschau gekommen.  © Bistum Mainz / Matschak
Gießen, 5.9.2014: Rund 200 Menschen waren zum Schöpfungsgottesdienst an der "Lichtkirche" auf dem Kirchengelände auf der Landesgartenschau gekommen. © Bistum Mainz / Matschak

„Staunen. Forschen. Handeln"

Kirchen feiern gemeinsam „Tag der Schöpfung" in Gießen

Gießen. Anlässlich des „Tags der Schöpfung" haben die christlichen Kirchen am Freitag, 5. September, einen Gottesdienst an der „Lichtkirche" auf der Landesgartenschau (LGS) in Gießen gefeiert. Den Gottesdienst feierte Prälat Dietmar Giebelmann, Generalvikar des Bistums Mainz, gemeinsam mit Matthias Schmidt, Propst für Oberhessen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Pater Arsenios von der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde Gießen und Wetzlar, sowie mit Carl Hecker, Superintendent der evangelisch-methodistischen Kirche für den Distrikt Heidelberg.


In seiner Ansprache wies Giebelmann darauf hin, dass dem Menschen „die Schöpfung anvertraut ist": „Wir sind Teil dieser Schöpfung und sind aufgerufen, sie für die Zukunft zu bewahren", sagte er. Angesichts der Geschehnisse im Irak zeigte sich der Generalvikar bestürzt über „die Faszination des Bösen, über die wir erschrecken". „Die Entwürdigung des Menschen ist die größte Sünde wider die Schöpfung", betonte er. Schmidt rief in seiner Ansprache dazu auf, dass Staunen über die Welt nicht zu verlieren. „Das Wundern über die Welt ist Ausdruck der Suche nach Gott", betonte er. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Saxophonquartett „ParaVos".


Der Schöpfungstag stand unter der Überschrift „Staunen. Forschen. Handeln. Gemeinsam im Dienst der Schöpfung" und wurde auf dem LGS-Kirchengelände von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen, von der EKHN und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie von den Bistümern Mainz und Fulda organisiert. Der Tag begann mit Mittagsgedanken von Pfarrer Dr. Hubert Meisinger vom Referat Umwelt und Digitale Welt des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN. Anschließend waren die Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich an einer Mitmachmeile zum Thema „Umgang mit Resten" zu beteiligen.

Vor dem Gottesdienst hielt der Direktor der Gießener Mathematikums, Professor Dr. Albrecht Beutelspacher, einen Vortrag zum Thema „6+1=7. Warum sechs Tage nicht reichen - Zahlenmystik und christliche Schöpfungsgedanken". Beutelsbacher wies unter anderem darauf hin, dass die Zahl 7 in der Natur nicht vorkomme. Für Menschen sei die Zahl hingegen eine wichtige Zahl, die oft in Märchen und Sagen vorkomme. Auch habe die Woche in der ganzen Welt sieben Tage, wofür es in der Natur kein Vorbild gebe. Insbesondere der „siebte Tag", der Tag, an den dem Gott von seinem Schöpfungswerk ausruhte, „transzendiere unsere Welt". „Die Zahl 7 weist uns auf eine andere Welt hin. Als Primzahl ermöglicht sie uns einen Blick in die Unendlichkeit, da Primzahlen niemals aufhören", sagte er.


Hintergrund Schöpfungstag

Seit 2011 wird in Hessen am ersten Freitag im September der „Tag der Schöpfung" gefeiert. Er markiert den Beginn der „Schöpfungszeit", die bis zum 4. Oktober dauert. Alle Gemeinden sind in diesem Zeitraum aufgerufen, Gottesdienste, Aktionen und Projekten zum Thema „Schöpfung bewahren" zu gestalten. Der noch junge Gedenktag wurde im Rahmen des Ökumenischen Kirchentages 2010 in München ausgerufen.

am (MBN)

Warum die Sieben die perfekte Zahl ist

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