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Pastoralreferent Werner Gerz (c) www.kirche-hr.de
Pastoralreferent Werner Gerz (c) www.kirche-hr.de

Tag der Schöpfung – Aufmerksamkeit, Dankbarkeit, Verantwortung

 

Gibt es Leben auf dem Mars? Das rollende Labor ‚Curiosity’ versucht es herauszufinden. Hier bei uns auf der Erde hat sich das Leben ja langsam entwickelt. Das merkt man z.B. in der Grube Messel bei Darmstadt.

 

Versteinerungen von Pflanzen und Tieren fand man dort, rund 50 Millionen Jahre alt. Z.B. das berühmte Urpferdchen, das war gerade mal so groß wie ein Foxterrier.

Die Grube Messel ist deshalb ein guter Ort für den Tag der Schöpfung - heute wird er von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dort begangen.

 

Orthodoxe, katholische, evangelische und freikirchliche Christen erinnern an das christliche Glaubensbekenntnis, das so beginnt: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde“. Wenn ich das bekenne, dann sage ich zugleich: Ich will aufmerksam und dankbar sein für die Schönheit der Natur, die uns geschenkt ist. Aber zur Aufmerksamkeit und Dankbarkeit gehört auch dieVerantwortung für die bedrohte Schöpfung.

 

Leider bin ich da ziemlich inkonsequent: Zwar bin ich meist mit Bahn und Fahrrad unterwegs, aber dieses Jahr auch ein paar Mal mit dem Flugzeug. Die alten Glühbirnen verschwenden Energie, das weiß ich zwar, aber ich habe sie zu Hause noch nicht konsequent gegen Sparlampen ausgetauscht. Den Ausstieg aus der Atomenergie finde ich gut, aber die Windräder sollen doch besser außer Sichtweite stehen.

 

Aufmerksamkeit und Dankbarkeit für die Schöpfung sollen in konkrete Taten münden, dazu fordert der heutige Tag der Schöpfung auf. Wenn die Energiewende im Großen gelingen soll, dann braucht es auch die Bereitschaft und Umkehr im Kleinen. Dann braucht es Bürger und Bürgerinnen, die neben berechtigten Forderungen an Politik und Verwaltung auch sich selbst in die Verantwortung nehmen: im Verkehr, bei den Glühbirnen oder in der Diskussion um die Windräder in Hessen. Dafür muss ich mich gerade auch als Christ an die eigene Nase fassen und versuchen konsequenter zu leben.

 

Ob es Leben auf dem Mars gibt? Ehrlich gesagt, es ist mir ziemlich egal. Ich finde es wichtiger, das Leben hier auf unserer Erde zu bewahren. Damit haben wir eigentlich genug zu tun.

 

(c) Pastoralreferent Werner Gerz, Darmstadt

hr1-Zuspruch am Freitag, 7.9.2012

 

Zum Nachhören als Podcast

 

Weitere Informationen: www.kirche-hr.de