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Janina Adler / (c) www.kirche-hr.de
Janina Adler / (c) www.kirche-hr.de

 „Jetzt wächst Neues“ (Jes 43,19)


Manchmal scheint alles so hoffnungslos: Das Ozonloch wächst. Das Eis an den Polen schmilzt. Tierarten sterben aus. Und wir Menschen werden über kurz oder lang Kriege führen, um an sauberes Wasser zu kommen. Da kann ich schon Angst bekommen: Wie wird das nur werden? In welch eine Zukunft wachsen meine Kinder da hinein? Und gleichzeitig fühle ich mich total machtlos: Was kann ich schon dagegen tun?

 

Da hat es mir richtig gut getan, als ich neulich einen Flyer im Briefkasten gefunden habe: „Jetzt wächst Neues“ (Jes 43,19) steht drauf. Ganz positiv. Wie schön! Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Hessen und Rheinhessen lädt zum Tag der Schöpfung ein. Und zwar für heute, genau jetzt. In die Grube Messel bei Darmstadt.

 

Das Staunen steht dabei im Mittelpunkt: Im Gottesdienst in Messel geht es vor allem darum, Gott für all das zu danken, was er geschaffen hat: für die vielen Blumen und Bäume, für die Berge und Täler. Und dafür, dass es Tiere und Menschen gibt. Der Schöpfungstag „Jetzt wächst Neues“ will außerdem Mut machen: Mut, der Zukunft zu trauen. Denn: Gott lässt die Welt nicht allein. Er hat die Menschen durch die Jahrtausende begleitet, er ist auch mit uns.

 

Aber Gott will eben auch, dass wir uns um seine Schöpfung sorgen: Er hat den Menschen am Anfang der Schöpfung einen Auftrag gegeben: „Sorgt für die Erde!“, hat er gesagt. „Ihr seid mein Abbild, ihr seid auch mitverantwortlich für diese Erde.“ Und auch dazu will der Tag ermutigen: Verantwortung zu übernehmen.

Ich allein kann den Klimawandel nicht stoppen. Aber ich kann zum Beispiel das Auto auch mal stehen lassen. Mit dem Fahrrad fahren oder laufen.

 

Unsere Tochter ist vor kurzem in die Schule gekommen. Gemeinsam mit ihr haben wir entschieden: Sie wird in die Schule laufen. Sie hat das begeistert ihren Freundinnen erzählt. Die fanden das auch gut und wollten ebenfalls laufen. Und so ist ein „Laufbus“ entstanden: Täglich begleitet ein Erwachsener die Kinder auf ihrem Schulweg.

 

Das ist ein gutes Beispiel für mich. Es zeigt mir: Ich kann etwas tun. Und wenn ich andere finde, die mitmachen, können wir noch mehr tun. Wir können kleine Schritte gehen. Ein Sprichwort aus Afrika sagt: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Angesicht der Welt verändern.“

 

(c) Janina Adler, Heppenheim

hr4 Übrigens, Freitag, 7.9. 2012

 

Zum Nachhören als Podcast

 

 

Weitere Informationen: www.kirche-hr.de