Veranstalter


Wasser ist Leben

 

Kinderkirche zum Symbol Wasser

 

 

Vorbemerkung

 

Wasser ist eine Kostbarkeit der Schöpfung.

Es kann auf unterschiedlichste Weise ins Staunen ersetzen und zum Lob Gottes führen. Wasser ist ein Element, zu dem Kinder vielseitigen Zugang haben. Wasser kann Kinder aller Altersgruppen begeistern. Sie können damit spielen, es beobachten und kleine biologische wie physikalische Versuche starten, wobei sich für die Kleineren (4-7 J.) wohl eher spielerische Zugänge eignen und die Größeren ( 8-12 J.) schon gerne ein bißchen experimentieren. Dieses Experimentieren und Spielen mit Wasser eröffnet den Kindern auch den Zugang zu Gott, der uns dieses Element schenkt. In der Bibel gibt es viele Geschichten, in denen Wasser von Bedeutung ist.

 

Das Wasser wird zum Symbol für Gott.

Er wird als lebendige Quelle erlebt und angebetet. Er schenkt frisches Wasser umsonst. Auch dieser Aspekt des Themas sollte in den Nachmittag hineinspielen und im Kindergottesdienst enthalten sein.

 

Raumgestaltung

 

Viel blaue Farbe, Bilder von Wasser (aus Kalendern, Plakate), Kerzen, große Krüge oder Schüssel mit  Wasser oder ein kleiner Zimmerbrunnen, Wassergeräusche vom Band.

 

Material

§  Kassettenrecorder, Kassette mit Wassergeräuschen (am schönsten zur Einstimmung ist ein Bachlauf, Springbrunnen oder Quelle)

§  Große Glasschale/ Glaskrug mit Wasser

§  Papier, Wasserfarben, Pinsel, Folien

§  Für die einzelnen Stationen der Wasser - Spiele bitte dort gucken

§  Obst, Wasser, Brausepulver

 

 

ANKOMMEN - SICH GOTT ZUWENDEN

 

Begrüßung
Ich begrüße euch alle zu unserem Kinderkirche. Ich heiße ... (alle Mitarbeiterinnen stellen sich vor) Wir freuen uns, dass ihr da seid und heißen euch willkommen.

 

Lied:  Willkommen, willkommen               oder: Hallo, Hallo, wie schön, dass du da bist 

 

Psalmgebet (Die kursiven Worte sprechen die Kinder mit)

 

Ich will dem Herrn singen

Und meinen Gott loben, solange ich bin.
Gott, du bist groß, schön bist du wie die Sonne
und wie der blaue Himmel.
Himmel und Erde gehören dir.
Wie ein Zeltdach hast du den Himmel ausgespannt;
darunter liegt unsere Erde.
Die Winde, die Luft sind deine Boten
und das Feuer ist dein Gehilfe.

Ich will dem Herrn singen

und meinen Gott loben, solange ich bin.
Wasser läßt du in den Tälern hervorquellen,
dass sie zwischen den Tälern dahinfließen,
dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst löscht.

Ich will dem Herrn singen

und meinen Gott loben, solange ich bin.
Deinen Regen schickst du auf die Berge herab;
so machst du die Erde fruchtbar.
Du läßt Gras wachsen für die Tiere
und Saat, die dem Menschen nützt.
Brot bringst du aus der Erde hervor
und Wein, der des Menschen Herz erfreut.

Ich will dem Herrn singen

und meinen Gott loben, solange ich bin.                                                   

(nach Psalm 104, aus: Gottesdienst mit Kindern, S. 124, 30)

 

 

HÖREN UND ANTWORTEN

 

Einführung ins Thema

 

Mitarbeiter/in:
(Wassergeräusche sind zu hören: Springbrunnen, Quelle oder Bach)
Die Geräusche verraten euch bestimmt, womit wir uns heute Nachmittag beschäftigen wollen: Alles wird sich um das Wasser drehen. Wasser kennt ihr alle. Jeden Tag habt ihr damit zu tun.
(Hier kann sich ein kurzes Gespräch anschließen. Die Kinder erzählen, wo ihnen Wasser begegnet. Wenn viele Kinder da sind, kann das Gespräch in kleinen Gruppen mit je einer/m Mitarbeiter/in stattfinden.)

 

Lied: Alles Leben kommt aus dem Wasser
aus: D. Stork, R.Horn, Feuer, Wasser, Erde, Luft, München 1993, Nr. 43

 

 

Variante A:   Wasserspiele

 

(Vorsicht naß: Handtücher und Putzlappen bereithalten)

§  Apfelschnappen: Eine Schüssel ist mit Wasser gefüllt. Darin schwimmen einige Apfelschnitze. Die Kinder müssen sie mit dem Mund schnappen. Handtuch nötig.

 

§  Wasserprobe: Gläser stehen auf einem Tablett. Alle enthalten Wasser (Leitungswasser, Mineralwasser mit Kohlensäure, stilles Wasser, Wasser mit Zucker, Wasser mit Salz, mit Brause etc.) Kinder probieren und raten.

 

§  Wassertransport: Vier Eimer stehen in einiger Entfernung voneinander. Jeweils einer der Eimer ist mit Wasser gefüllt. Die Kinder schöpfen mit ihren Händen Wasser und tragen es in einer festgesetzten Zeit in den anderen Eimer. Nach Ablauf der Zeit wird gemessen, wie viel Wasser sie transportiert haben. (Kann ein Wettspiel sein, muss aber nicht.)

 

Variante B:  Stille - Übung mit Wassergeräuschen und Bilder malen

 

Mitarbeiter/in:  

(Es gibt auf Meditations-CDs oft auch Wassergeräusche zum Entspannen. Wer das nicht hat, nimmt selber auf (z.B. Bachlauf, Wasserkran, Wasser, Regen...). Diese „Wassermusik“ hören lassen, langsam sprechen, warten, bis Stille da ist.)
Heute soll für uns ein Wassertag sein. Wasser macht Geräusche. Wir wollen dem Wasser ein bisschen zuhören.
Laßt uns einige Zeit still sein. Vielleicht schließt ihr eure Augen und hört dem Wasser zu. Vielleicht könnt ihr in euch drin trotzdem das Wasser sehen. Den Felsen, die Quelle, den Bach,... Wie das Wasser perlt und plätschert. Wie es fließt.(2-5 min)
Ihr könnt eure Augen wieder aufmachen.(Geräusche werden leise und verklingen.)
Wasser ist lebendig. Es schenkt Leben. Die Menschen in der Bibel sagen:
„Gott ist wie eine lebendige Quelle. Er schenkt frisches Wasser umsonst.“
(nach Offenbarung 21, 6/ Psalm 36, 10)
Hier liegt Papier, Wasserfarben und Pinsel sind auch da. Ihr könnt jetzt euer Wasserbild malen.
(Kinder malen ihr Wasserbild auf große saugfähige Papierbögen/ -bahnen mit Wasserfarben/ Aquarell oder Fingerfarben.)

 

Lied:   Wasser ist nötig zum Leben wie Brot, 

aus: KIBIWO Taufe „Geborgen bei Gott für alle Zeit“, blaue Seiten, S.15

 

Geschichte vom Durst (2. Mose 17,1-7)

 

Kinder, ist das schön bei euch! Was habt ihr für einen Spaß. Soviel Wasser zum Spielen und Plempern, zum Waschen und Trinken!!! Bei euch gefällt es mir.
Da kenne ich ganz andere Zeiten. Das ist zwar schon lange her, aber mir klebt noch heute die Zunge am Gaumen fest, wenn ich nur daran denke.
Wißt ihr, wie das ist, wenn man richtig schlimmen Durst hat? Wenn man denkt, ich muß verdursten?
Wißt ihr, wie das ist, wenn jeden Tag die Sonne heiß vom Himmel brennt? Alle schwitzen. Alle haben Durst. Ihr geht zu den Wasserflaschen, schraubt sie auf - leer. Kein Tropfen Wasser mehr drin, nichts.
So ging es uns. Ich heiße übrigens Joschua. Ich bin ein Israelit.
So ging es uns. Wir waren viele. Wir waren unterwegs. Mitten in die Wüste hatte uns Mose geführt. Viele Tage und Wochen waren wir schon unterwegs in der Wüste. Natürlich war nach so langer Zeit alles Wasser aufgebraucht. Die Krüge, die Schläuche, alles war leer. Aber die Sonne brannte heiß. Jeder wollte nur noch eins. Jedes Mädchen, jeder Junge, jede Frau, jeder Mann, die Schafe und die Ziegen, alle wollten trinken. Alle hatten Durst. Es war furchtbar.

Aber wohin wir auch schauten: kein einziger grüner Halm, nirgendwo ein Hauch von Grün.  Nur Steine, Felsen und Sand.
Wir waren verzweifelt. Die Tiere schrien nach Wasser. Unsere Kinder konnten kaum noch laufen. Wir schrien: „Gott, hast du uns denn ganz vergessen?! Befreist du uns aus der Hand der Ägypter, damit wir hier in der Wüste verdursten?! Erbarme dich über uns, schick uns Wasser!“ So schrien wir am Abend und am Morgen.
Schließlich bedrängten wir Mose. Er war schließlich unser Anführer. Er hatte uns das alles eingebrockt. Ihm hatten wir vertraut. Wir forderten: „Mose, schaff' Wasser herbei. Führe uns an eine Wasserstelle. Wir verdursten.“
Mose aber schickte uns fort. Er ging in sein Zelt und wir hörten, wie auch er zu Gott rief und ihn um Hilfe bat. Endlich trat er an den Eingang seines Zeltes. Als wir seine Augen sahen schöpften wir Mut. „Er hat den Stab dabei,“ war eine Stimme zu hören. „Mit dem Stab hat er uns schon einmal gerettet“, sagte eine andere Stimme. „Mit dem Stab hat er das Meer zerteilt. So konnten wir den Ägyptern entkommen“. Keine Wolke zeigt sich am Himmel. Nur die Sonnen sandte ihre heißen Strahlen. Aber bald raunte es von allen Seiten: „Er hat den Stab in der Hand. Gott wird uns helfen.“
Mose rief einige Vertraute zu sich. Wir verließen das Lager. Mose führte uns an einen großen Felsen. Mit dem Stab berührte er den Stein. Ich weiß heute noch nicht wie es geschah. Plötzlich floss Wasser aus dem Stein. Der Fels färbte sich, wurde dunkel und glänzend. Wir waren wie gebannt, keiner rührte sich von der Stelle. Auf dem Boden bildete sich schon eine kleine Wasserlache, die größer und größer wurde. „Wasser“, stammelte einer. „Da ist Wasser!“, wiederholte ein anderer. Wir standen da, wie angewurzelt, und guckten und guckten. Endlich löste sich einer, ging hin. Wasser lief über seine Hand. Er tropfte sich ein wenig über das Gesicht, schöpfte schließlich mit beiden Händen, führte das Wasser an den Mund und trank. Wir waren gerettet. Gott hat uns gerettet. Er schenkt frisches Wasser umsonst.

Da liefen auch wir anderen zum Wasser. Wir stillten den ersten Durst. Wir erfrischten unser Gesicht. Schließlich spritzten wir uns gegenseitig nass, panschten in der Pfütze herum, warfen die Arme in die Höhe und jauchzten.
Das Wasser reichte für alle, für Menschen und Tiere. Sogar die Schläuche und Kannen konnten gefüllt werden. Wir waren dankbar und glücklich.

 

Mitarbeiter/in:

Die Israeliten haben sich sehr über das Wasser gefreut. Diese Freude über das Wasser spüren

wir auch bei dem fröhlichen Wassertanz, den wir jetzt miteinander tanzen wollen. Er heißt

Mayim (hebräisch = Wasser) und wird in Israel oft getanzt, weil sich die Menschen so über

das Wasser freuen, wie wir es von Joschua eben gehört haben.

 

Mayim, Mayim  (israelischer Wassertanz/ schnell)

Musik gibt es in Wetter in der Arbeitsstelle oder bei Sportlehrern fragen.


Aufstellung: Kreis, Hände durchgefaßt, V-Haltung, Tanzrichtung links
Takt
1-2      re Fuß kreuzt vor li Fuß
li Fuß zur Seite
re Fuß kreuzt hinter li Fuß
li Fuß zur Seite
3-8      3x wiederholen
--------------------------------------
9-10    4 federnde Schritte zur Kreismitte. re beginnt.
1.Schritt betont. Dabei Oberkörper aufrichten und Arme zur Mitte hin hochschwingen.
11-12  4 federnde Schritte rückwärts. Re beginnt.
1.Schritt betont. Arme wieder senken.
13-16  1x wiederholen
---------------------------------------
17-18  3 leicht federnde Schritte nach links in TR
(re beginnt)
alle schauen Richtung Kreismitte
---------------------------------------
19       Auf der Stelle : re Fuß hüpft, li Fuß tippt unbelastet vor re Fuß und zur Seite
20-22  3x wiederholen
23       Auf der Stelle: li Fuß hüpft, re Fuß tippt unbelastet vor li Fuß und zur Seite
24-26  3x wiederholen

 

 

FEIERN - ESSEN

Fladenbrot, Obst, Wasser, Brausepulver, Becher etc.

Mitarbeiter/in:
Jetzt haben wir uns aber einen Schluck Wasser verdient. Wir wollen etwas trinken und essen.

 

 

Spiel und Spaß mit Wasser

 

Wasser - Stationen/ Kleingruppen

Wer nicht für alle Stationen Platz oder Zeit hat, kann auswählen. Sie lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten auswählen: entweder Wasser entdecken oder mit Wasser  spielen und basteln.

 

1. Station:       Wasser fühlen mit den Händen spüren
(Zwei bis drei Schüsseln werden mit warmem/ kalten Wasser gefüllt. Handtücher sind bereit)

§  Jede/r hält seine Hände ins Wasser. Laßt Wasser über die Hände rieseln. Was fühlt Ihr, wenn das Wasser kalt, wenn Wasser warm ist?
Wie ist, wenn einem Wasser ins Gesicht gespritzt wird? Mit dem Schlauch im Garten?

§  Apfelschnappen (Plastikschüssel mit Wasser gefüllt, Apfelstückchen, Handtuch.) Die Kinder fischen mit dem Mund Apfelstückchen aus der Schüssel.

 

2. Station:       Wasser mit den Füßen spüren

(Schlauch zum Benetzen der Wiese, Schüsseln mit kaltem und heißem Wasser, Handtücher)

§  Barfuß über eine trockene und eine besprengte Wiese gehen/laufen.

§  Kleine Kneipp - Kur: Füße abwechselnd in warmes/ kaltes Wasser stellen. Mit Eis abreiben.

§  Sich gegenseitig die Füße waschen.

 

3. Station:       Wasser mit den Augen sehen
(Mehrere Einweckgläser, trockener Erdboden, Folie zum Unterlegen, große Schüssel, kleine Steinchen, Aquarium mit Pflanzen und Fischen)

§  Trockener Erdboden wird mit Wasser benetzt. Was geschieht?
Löst etwas Lehm in einem Wasserglas auf. Was seht ihr?

§  Das Leben in einem kleinen Aquarium beobachten. Was passiert, wenn kleine Steine ins Wasser fallen?

4. Station:       Wasser dreckig machen und wieder säubern
(
Material: Verschiedenen Gläser mit Wasser/ Tinte, Wasser/ Erde, Wasser/Speiseöl
Blumentöpfe aus Ton, Watte, kleine Kieselstein, Sand, Erde)

Wasserfilter herstellen: In der genannten Reihenfolge das Material in den Blumentopf schichten. Verunreinigtes Wasser langsam oben einfüllen und beobachten, wie es durch das Loch im Boden des Blumentopfs wieder heraustritt. In einem Glas auffangen.

 

5. Station:       Wassermusik machen

Mit Strohhalmen in Wassergläser pusten

 

6. Station:       Bau von Rindenbooten
(Material: Kiefernrinde, dünne Äste, Blätter/ Stoffreste für das Segel, Messer, Ahle oder Bohrer)
Aus einem dicken Rindenstück wird die Grundform eines Bootes geschnitten. Dann bohrt man mit der Ahle ein kleines Loch für den Mast und spitzt eine dünne Rute zu, an die ein Blattsegel geklebt wird. Oder die Rute wird in der Mitte mit dem Messer hindurch geritzt, so kann das Blatt vorsichtig hindurch geschoben werden.

Papierschiffe falten und Wettsegeln in einem Planschbecken veranstalten.

Tonfische/ eine Vogeltränke modellieren.
Kinder können ihre Rindenboote, Papierboote oder Tonfische auf den See (blaues Tuch) legen.

 

Lied:   Wasser ist nötig zum Leben wie Brot

aus: KIBIWO Taufe „Geborgen bei Gott für alle Zeit“, EKKW, blaue Seiten, S.15

 

 

BETEN UND SEGNEN

(In der Mitte des Raumes steht auf einem blauen Tuch eine großen Schale/ Krug mit Wasser. Rundherum liegen die gefertigten Rindenboote der Kinder.)

 

Gebet

Gott, du schenkst frisches Wasser umsonst.
Wir danken dir für das Wasser,
für die Bäche und Flüsse, das Meer.
Wir danken dir für den Regen, der alles wachsen läßt.
Wir können mit Wasser spielen.
Es stillt unseren Durst und macht sauber, was schmutzig ist.
Gott, wir danken dir dafür.

Vater unser

 

Lied: Segne uns mit der Weite des Himmels, Strophe 1
in: Gottesdienste mit Kindern, S.182

Segen

Gott segne uns und behüte uns.
Führe uns zum frischen Wasser
und schenke uns Leben.
Amen

 

(Kinder nehmen ihre Schiffe und Tonfiguren mit nach Hause.)                         Inge Böhle

Quelle: „Wir sehen uns wieder in vier Wochen“, Teil 3, S. 80-85

 Entwürfe für alternative Gottesdienstformen

 Herausgeber: Arbeitsstelle für Kindergottesdienst der Evangelischen Kirche

 von Kurhessen-Waldeck