Veranstalter


Kinderkirche zum Symbol „Erde“

Oktober/Erntedankfest

 

 

Raumgestaltung

 

Die Kinder sollten am besten in einem großen Kreis  um den Altar oder eine schön gestaltete  Mitte (farbiges Tuch, Kerzen, Blumen) sitzen können.

Vorbereitet sind Teller mit verschiedenen Erdarten (braune, rote, gelbe Erde, Lehm, Sand, Torf, Blumenerde, Heilerde...) oder als Alternative eine große Schale mit (Blumen-)Erde, die im Teil „Hören und Antworten“ auf den Altar oder einige Tische gestellt werden.

Für die kreativen Angebote ist sehr viel Platz nötig; am besten wäre es, wenn sie im Freien stattfinden können, auch um die entstehenden Spuren des Umgangs mit der Erde möglichst gut beseitigen zu können. Bei der Durchführung in Räumen ist es angebracht, Tische und Fußboden mit Pappen oder Planen abzudecken.

 

 

ZUSAMMENKOMMEN - SICH GOTT ZUWENDEN

 

Gott lädt uns ein, darum feiern wir diesen Gottesdienst in seinem Namen und freuen uns, daß er bei uns ist. Amen.

 

Seid alle willkommen zu unserer heutigen Kinderkirche...

übliches Begrüßungsritual

 

Zunächst singen wir (wie immer):     Wir feiern in Gottes Namen

(aus: Gottesdienste mit Kindern  S. 188)

oder ein anderes Lied

 

Entzünden der Altarkerzen

 

Psalm

(Der Kehrvers kann von den Kindern mitgebetet werden, wenn er vorher einige Male mit ihnen gemeinsam gesprochen worden ist.)

 

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.

Die ganze Welt und alle, die auf ihr wohnen.

            Die Erde gehört nicht uns.

            Der Acker, den wir pflügen,

            der Garten, den wir bepflanzen -

            du, Gott, hast sie uns geliehen,

            damit wir leben.

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.

Die ganze Welt und alle, die auf ihr wohnen.

            Die Erde gehört nicht uns.

            Das Land, in dem wir geboren sind,

            das Dorf, in dem unser Haus steht -

            du, Gott, hast sie uns geliehen,

            damit wir leben.

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.

Die ganze Welt und alle, die auf ihr wohnen.

            Die Erde gehört nicht uns.

            Du, Gott, hast sie geschaffen.

            Du hältst sie in deinen Händen.

            Du willst, daß wir leben.

Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist.

Die ganze Welt und alle, die auf ihr wohnen.                                              (nach Psalm 24, 1)

 

Klage und Lob

 

Ihr habt in den letzten Tagen/Wochen schöne Dinge erlebt, vielleicht auch Trauriges, wart fröhlich oder unglücklich. Davon können wir uns jetzt erzählen.

(Ich gebe unseren Erzählstein im Kreis herum. Wer den Stein in der Hand hält, darf ein Erlebnis erzählen. Wer nichts erzählen möchte, hält den Stein einen Moment in der Hand und gibt ihn dann weiter.)

Wenn drei oder vier Kinder berichtet haben, singen wir miteinander:

 

            So wie ich bin, komme ich zu dir.....                        (Gottesdienste mit Kindern, S. 183)

 

Wenn es sehr viele Kinder sind, können auch mehrere Kreise von 10-15 Personen gebildet werden. Der Liedruf „So wie ich bin, komme ich zu dir...“ kann dann den gemeinsamen Abschluß aller Klage- und Lobrunden bilden.

Ist das Sitzen im Kreis nicht möglich, kann der Erzählstein auch durch die Reihen gegeben werden, oder Kinder kommen einzeln nach vorne (zum Altar) und sagen dort, was sie traurig oder fröhlich macht. Die Hemmung, etwas zu sagen, ist dabei alledings größer als im Erzähl-kreis, der auch das gegenseitige Wahrnehmen erleichtert.

 

[oder

 

Klage

 

Wir sehen die Früchte der Erde,

wir atmen den Duft der Blumen,

wir hören die Lieder der Vögel,

wir spüren die Liebe der Menschen

und vergessen oft, daß Gott uns das schenkt.

Wir rufen:

Kyrie   (wie üblich, z.B. EG 178.11, MKL 14)

 

Lob

 

Gott gibt uns Speise zur rechten Zeit.

Er öffnet unsere Augen für die Schönheit

seiner Schöpfung.

Wir freuen uns und singen:

Gloria  (wie üblich, z.B. EG 568 hessischer Anhang)

                        (aus Gottesdienste mit Kindern, S. 49)]

HÖREN UND ANTWORTEN

 

Einem Kind werden die Augen verbunden, oder es wird gebeten, die Augen zu schließen.

Dann wird ihm in die geöffnete Hand Erde gelegt:

 

Ich lege dir nun etwas in deine Hände.

Befühle es, versuche zu erkennen, was es ist...

 

...

 

Ihr habt sicher schon alle etwas mit Erde gemacht, erlebt. Erzählt doch mal davon...

 

Danach werden Teller mit verschiedenen Erdarten (braune, rote, gelbe Erde, Lehm, Sand, Torf, Blumenerde, Heilerde...) auf den Altar oder auf verschiedene Tische gestellt.

 

Erde - manche sagen, das ist ja nur Dreck. Aber das stimmt nicht. Erde ist etwas ganz Schönes, ganz Kostbares. Erde gibt es in ganz vielen verschiedenen Arten und Formen. Einige davon haben wir hier. Kommt doch bitte um den Altar/den Tisch herum und schaut euch die verschiedenen Erdarten an.

Wenn ihr sie angeschaut habt, könnt ihr sie auch befühlen, einige Krümel zwischen den Fingern zerreiben, daran riechen. Vergleicht einmal, wie unterschiedlich sich Erde anfühlt, wie unterschiedlich sie riecht.

 

Es gibt sogar Erde, die wir essen können, Heilerde. Hier auf diesem Teller seht ihr sie. Menschen essen solche Heilerde z.B., wenn sie Bauchschmerzen haben.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Fingerspitzen in die Heilerde stecken und dann ablecken (und vielleicht einen Schluck Wasser hinterher trinken).

 

oder

 

Eine große Schale mit (Blumen-)Erde wird vor den Altar gestellt.

 

Erde - manche sagen, das ist ja nur Dreck. Aber das stimmt nicht. Erde ist etwas ganz Schönes, ganz Kostbares. Dieses Kostbare wollen wir uns jetzt einmal genauer anschauen. Kommt doch bitte in einer langen Schlange nach hier vorne (zum Altar). Ihr erhaltet dann eine Handvoll Erde in eure Hände gelegt. Mit dieser Handvoll Erde geht ihr wieder auf euren Platz und achtet dabei darauf, daß ihr nichts davon verliert...

Wenn die Kinder wieder auf ihren Plätzen sitzen:

Eine Handvoll Erde habt ihr vor euch... kostbar und gut...

Laßt sie uns einen Moment lang genauer betrachten...

Spürt, wie diese Erde in eurer Hand liegt... kühl... frisch... ein bißchen feucht... vielleicht kitzelt sie auch ein wenig...

Geht nun einmal vorsichtig mit eurer Nase an die Erde... nicht zu dicht... Könnt ihr die Erde riechen?... Erinnert euch der Geruch an etwas?... an einen Spaziergang im Wald etwa... an einen frisch umgegrabenen Garten... an ein Feld nach einem lange ersehnten Regen...

(mir gefällt dieser Geruch)...

Nehmt nun ein wenig Erde zwischen zwei Finger... zerreibt sie langsam... laßt dabei nichts herunterfallen, verlorengehen aus eurer Hand.. spürt die kleinen Körnchen zwischen den Fingern... sie werden beim Reiben immer kleiner und feiner... trotzdem könnt ihr sie noch fühlen...

Schaut die Erde in eurer Hand nun nochmal ganz genau an... Seht ihr, wie vielfältig sie ist?... Krümel, kleine und große... feine Fasern... Würzelchen... Reste von Holz... vielleicht sogar kleine Steinchen...

Und wenn wir noch genauer schauten, mit einer Lupe oder einem Mikroskop, würden wir noch viel, viel mehr sehen und entdecken: tausende und abertausende von kleinsten Lebewesen, so verschieden, daß es einem fast die Sprache verschlagen kann...

Eine Handvoll Erde! Nur eine Handvoll Dreck? Nein! Viel mehr! Eine Handvoll Leben. Eine Handvoll Wunder, das die Gräser wachsen läßt, die Blumen, die Bäume...

Ein Geschenk von Gott...

Wir wollen nichts davon verlieren, gut darauf achten... auch jetzt gleich, wenn wir Blumentöpfe herumgeben, in die ihr bitte die Erde aus euren Händen hineintut...

 

Einsammeln der Erde in Blumentöpfen, die durch die Reihen/im Kreis herum gegeben werden.

 

Lied: Eine Handvoll Erde